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Sonntag, 29. Juli 2018

Colibri, Gewitter in der Nordwand stoppen Durchstiegsversuch

Endlich, nach zwei Jahren Abstinenz geht es hoch in die Nordwand.

Das Zeitfenster war leider begrenzt auf den gewittrigsten Tag der letzten Wochen.... Top motivert steigen wir am Freitag hoch ins Biwak. Der Plan war einfach schneller zu sein als das erste Gewitter welches nach Berechnungen um ca. 14 anrollen soll. Das Gewitter hielt sich jedoch nicht an die Regel und rollte schon um 9Uhr an. Das Spektakel startete just zu dem Zeitpunkt als wir den Stand unter dem Übrhang (Sl. 4) erreichten. Die Sturzbäche kamen innerhalb von wenigen Minuten. Somit waren dann auch die letzten 3Sl. nass... So schnell wie die Sturzbäche kamen sind sie auch wieder verschwunden und wir konnten um 11:30 trockenen Fusses aus der Wand aussteigen. Wir kommen wieder.

Info: Zurzeit ist die Wand derart trocken dass nach kleineren Gewittern die Wand innert weniger Stunden wieder abtrocknet.
Titlis Nordwand Morgenstimmung


Matthias T und Matthias K
2. Sl (7b+ Einzelstelle)
Grosses Kino
Rückzug nach dem Gewitter

Sl. 5 (7a+)








NEWS TOPO Titlis Nordwand Pipistrello

Zurzeit herrschen Top Bedingungen an der Nordwand.

Erstbegehung: Sommer 2015+2017 durch Reto Ruhstaller, Bernd Rathmayr, Peter von Känel
Material: 50 m Doppelseile, Expressschlingen, Dynemaschlingen 60 cm für das Abbinden von „Knobs“ in SL 2, BD Cams 0.3 – 2 für SL 1 – 3. Absicherung gut bis alpin.
Zustieg/Astieg: von der Talstation Führenalpbahn über Hohfadalp in ca. 2 h zum Einstieg gemäss Abbildung. Abseilen über die Route
Beschrieb: Der Einstieg befindet sich unmittelbar links von Süpervitamin. Fantastische Kletterei an grauen Platten mit schwarzen Einschlüssen (Knobs) und stark überhängenden, griffigen Wandzonen.
Besonderes: Das Couloir im Ausstieg wird bei Gewittern zum reissenden Wasserfall, der mit Steinen und Hagel den gesamten Einstiegsbereich bombardieren kann. An Standplatz 4 bleibt man trocken.








Via Annika hoch Fulen

Diesen Sommer sind Nordwände das beste für Kletteraktivitäten. Unsere Wahl viel auf den Hoch Fulen im Ürnerland. Die Wand ist mir das erste mal ins Auge gestochen als ich an der Burg klettern war. Sie liegt etwas versteckt, sanft eingebettet in eine wunderbare Alplandschaft.
Die Haldi-Bahn ist zurzeit ausser Betrieb, darum starteten wir mit dem Bike direkt in Schattdorf und strampelten uns die Beine sauer.
Nach 1200Höhenmeter der erste Boxenstop auf der Alpwirtschaft-Stafel. Abgesehen von den letzten Metern ist alles mit dem Bike fahrbar. Dies verkürzt den Zustieg und Abstieg markant. Die letzten Höhenmeter zum Wandfuss sind anschliessend noch 30min.

Die Route selbst folgt im ersten Teil welcher auf einen kleinen Turm führt dem besten Fels. Wobei uns die erste sowie die steile 4.Sl am besten gefallen hat. Der Wechsel vom Turm in die Hauptwand ist etwas tricky. Anschliessend folgt eine fantastische grosszügige Seillänge welche einer horizontalen Lochreihe nach re quert und anschliessend über zwei knackige Stellen in bestem Fels zum Stand führt. Diese Länge war so pumpig und scharf dass mein Seilpartner nicht mehr weiter kann. Seine Hände sind komplett abgeraspelt und zerschunden. Wir müssen aufgeben. Ich mache zum Abschluss noch die Sl.6 welches eine 4Sterne Länge ist, steil und griffig.
Achtung: in der Sl. 7 fehlt beim zweiten Bolt eine Lasche. Potentielle Wiederholer nehmen am besten einen Engländer mit und versetzen das Plättchen welches am Stand zu viel ist nach oben.
Fazit der Tour: Sehr lohnenswert. Hermi muss mehr Tränieren und bei mir ist ab jetzt ein Engländer mit dabei im Klettergepäck.


Hoch Fulen N-Wand Via Annika folgt der rechten Kante
Matthias und Hermi happy kurz vor dem Einstieg


Turm mit Stand der Sl. 5
Matthias am ende des Quergangs Sl. 6
Eindrückliche Wasserstreifen
Ausblick auf die Burg vom Alpenbeilizli Stafel








Mittwoch, 27. Juni 2018

Die Nordwandsaison kann starten

Nachdem es dieses Jahr einiges an Schnee hingeworfen hat war die Wand demendsprechend trotz warmen Frühlings ziemlich lang nass. Nun dürfte der Schnee langsam aber sicher genügend geschmolzen sein. Die Nase wartet auf eine Begehung:-). Folgende Touren sind als erstes trocken: Küchenmeister, Lochblick & Piccola Spada (am besten vom Band einsteigen). Viel Spass allen N-Wand Aspiranten

Piz Dal Nas

10. Juni komplett nasse Nordwand

Donnerstag, 10. Mai 2018

Kletteraktion Dez bis Mai 2018



Abendstimmung in Seynes
Leonidio Sektor Elona

Das Kletterjahr hat in Seynes mit tollem Wetter, lieber Gesellschaft und den Begehungen von La 32 meter spezial sowie Brontosaurus gut gestartet. Nach diesen wunderbaren Sinterklettereien ist die Motivation auf weitere Sinterklettereien entflammt. Somit fiel die Wahl des nächsten Kletterziel auf Leonidio. Dort soll angeblich auch der eine oder andere Sinter hängen. Mitte Februar pilgerte ich zusammen mit Schöni nach Griechenland. Leider hockte just während den lang ersehnten Kletterferien ein hartnäckiges Tief über den Pelepones. Es war leider so ziemlich alles nass. Zum Glück wies uns Michael Schreiber, welcher selbst viel einbohrt, in das Gebiet ein.  Dank ihm fanden wir noch ein paar trockene Touren. Das Highligt war der letzte Morgen kurz vor dem Abflug. Im Sektor Mars herrschte ein trockenes Klima. Unsere Sonnensegel bekamen reichlich Sonnenstrahlen ab. Zuhause angekommen war die Suche nach einem Familienfrülingsferiendomiziel einfach:-). Leonidio zum 2 ten.

Limeri, auch da alles nass:-(
Happy auf dem Mars gelandet
Nach den verregneten Ferien waren Boulderausflüge ins Murgtal und nach Bleau eine optimale Familienklettervariante.
Bouldergang im Murgtal

Delikate Züge in Bleau

Mehr Wetterglück hatten wir während unseren Frühlingsferien ende April. Der Sprung in den Pool oder das Meer waren eine willkommene Abkühlung.
Auch das Klettern kam nicht zu kurz. Wobei es nur eine kleine Auswahl an Familiensektoren hat. Hier ein paar Tipps von uns:
Sabaton der familientauglichste Sektor in Leonidio (Schatten ab 12 Uhr)
Folgende Sektoren sind bedingt familientauglich:
Elona (Schatten bis 13Uhr) , Adersbach (Schatten am Abend), Dornröschen (Schatten bis 12Uhr),  Twin Caves (Schatten am Morgen und ab 17Uhr) und in Kyparissi der Sektor Watermill (Schatten ab 13Uhr).
Mein Kletterhighlight war ein Tag im fantastischem Sinter-Ceüse Babala. Mir gelang der Durchstieg der Touren Advocatis diabioli 8a flash, Carpe Diem 8a o.s. sowie La dernier goute de la Route 8a+ im 2. ves. Dieser Tag wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.


Sabaton, DER family-Sektor

Michael punktet die 5* Tour, Fathers of lies in Babala
Auf Exploration, unberührte Wände laden zum Träumen ein
Neben dem Sektor Babala hat es in der Region noch viel Felsen an fantastischer Lage, hoch über dem Meer. Eine Wand sieht unglaublich gut aus. Mein Erschliesserinstinkt liess mir keine Ruhe. Drei Tage später stand ich zusammen mit Michael, der offensichtlich das gleiche Erschliesser-Gen wie ich besitzt, sprachlos unter den Felsen. Wir trauten unseren Augen nicht. Das Ausmass der noch unerschlossenen Wänden ist gewaltig und die Felsqualität von bester Güte. Ich glaube, wir haben ein neues Klettermekka gefunden.
Ich freue mich schon wieder auf den nächsten Ausflug in das Reich der Sinter. Nächstes Mal bestimmt mit  Bohrmaschine und Titanbolts im Handgepäck.


Montag, 18. Dezember 2017

Film ab

Draussen Schneits und ists Kalt. Was gibts da schöneres als in der warmen Stube sich auf dem Sofa zu installieren und einen Film zu gucken.
Anlässlich der diesjährigen ZKM hat Dave Tomlinson einen sehr schönen, stilsicheren und ruhigen Film über die Wettkampfatmosphäre sowie die Finalhighligts gedreht. Das Resultat ist ein  7minütiger Clip der die facetten der ZKM im besten Licht zeigt.Viel Spass
Link:
https://www.youtube.com/watch?v=sEpZhtZmpcI&t=203s


Mittwoch, 6. Dezember 2017

Sommer - Herbst - Samichlaus

Ein Halbjahresrückblick im Zeitraffer
Sommer 2017 - Samichlaus


Nach dem zaghaften Start des Sommers wurde es heiss, sehr Heiss. Zumindest südlich des Alpenkamms. Wir mussten spontan die geplanten Frankenjuraferien aufgrund anhaltenden Gewittern in Hollfeld (unser vorgefreutes Feriendomizil) in den Süden verschieben. Wir fuhren nach Castellbianco. Dort gab es zum Glück ein paar schattige Sektoren mit Meeresbrise. Somit konnte man bei den durchschnittlichen 35°C Tagestemperaturen doch etwas klettern.
Nach den Ferien ist vor den Ferien, und die Zeit bis zu den nächsten schnell vorbei. Pünktlich auf die Herbstferien, welche wir nicht wie gewohnt in Südfrankreich oder Spanien verbrachten, kam das goldene Herbstwetter. Wir verbrachten 2 Wochen in Interlaken (Klettern im Lehn) sowie im Tessin (Bouldern in Brione).
Ja und dann kam doch schon tatsächlich der Samichlaaus und brachte uns den ersten Schnee. Dieses Jahr standen die Langlaufskis schon präpariert im Keller, nur wie geht das zusammen mit Klein-Levi? Nach wenigen Testläufen hat sich Langlaufen nun als absolut perfekter Outdoorsport für Papa und Sohnemann etabliert. Levi liebt es im umgebauten Veloanhänger durch die Schneelandschaft zu schlittern und munter mit singsongs Papa anzutreiben, sich noch etwas mehr in die Riemen zu stemmen.
Für die Weihnachtstage geht es dann definitiv Richtung Südfrankreich nach Seynes in das alt bewährte Sinterklettermekka.

Hitzepause in der Höhle von Toirano

Auch die kleinen wollen ihren Spass

Pause


Alles im Schatten Ole
Traumherbst am Beatenberg

Harte Projekte im Lehn

Wandern mit Zusatzgewicht am Oeschinensee

Bouldern und Malen in Brione (Bachblock)

Unberührte Blockfelder Sonogno
Levis ersten Schritte im Pulver:-)
Der erste Schnee, Langlaufen in Studen mit Schlitten Vers 1

Schlitten Vers 2 Thule Carriot mit Langlaufskiern

Abendliche Langlaufsession ohne Anhänger, mit Vollmond

Traumbedingungen der Anhänger funktioniert perfekt wir düsen mit 12km/h durch die Gegend.

Jipaaa Cyber Samichlaus auf dem Weg