Seiten

Samstag, 1. Oktober 2011

Der erste Versuch


Während dem Bohren, August 2007
Ende August startete ich mit Martin Jaggi den ersten Versuch im Hammer Projekt das wir vor 4Jahren fertig eingerichtet hatten. Die Befürchtung dass die härteste Stelle in der 5. Seillänge sauhart ist bewarheitete sich. So konnte ich zwar Griffe finden, diese jedoch nie und nimmer in der Steilen Wand halten. Zum Glück hat es jedoch viel Platz in der Wand. Nach einigen abgängen konnte ich eine neue Variante finden die definitiv möglich ist. So freute ich mich riesig und das Feuer entfachte.
Leider machte das vom Unfall in Kuba lädierte Knie  immer noch Probleme und so schaffte ich es nicht mehr  hoch zum Einstieg. Hoffentlich kann ich die Krücken bald in den Ecken stellen. 
So war für mich die Titlissaison dieses Jahr kurz.

Dienstag, 23. August 2011

Badehosenwetter


Kaum zurück aus den langen Ferien zog es mich hoch zur Nordwand. Zur Akklimatisation;-) an die brütenden Hitze stieg ich hoch zur Wand und nahm im kühlen Bergbach ein Bad. Es zeigten sich Bedingungen, die nicht besser sein könnten: leichter Wind und die Wand trocken wie noch selten. So kann ich es kaum erwarten am Mittwoch mit Jaggi in das noch ausstehenede Ultraprojekt einzusteigen um dieses auszuchecken. Die Badehosen nehmen wir mit.

Hier ein Kurzfilm - Intro zur Nordwand.

Freitag, 17. Juni 2011

Schon über 4Monate unterwegs

Die Kletterreise, Cuba, USA, Kanada



Blog: Weltempfaengerei

Sonntag, 23. Januar 2011

Vorfreude

In 4 Wochen geht es los mit der grossen 6monatigen Klettertour, von Cuba bis Kanada.
Mehr Infos und Geschichten auf dem Weltempfänger.

Dienstag, 14. September 2010

26 August der perfekte Tag, Die Erstbegehung von Piz la nas

Sonnig, 30° im Flachland und dazu eine leichte Bise, das waren die Wettervorhersagen für den 26. August. Das dies der letzte Sommertag in diesem Jahr war, ahnte ich.
Zusammen mit Martin Jaggi stieg ich um neun Uhr in die perfekt trockene Wand ein. Schon auf den ersten Metern hatte ich dieses unbeschreibliche Gefühl der Leichtigkeit. Wir überschlugen die einfachen Längen, die Schüssellängen kletterte ich alle im Vorstieg. Nach gut zwei Stunden erreichten wir das Biwak. Die erste Schlüssellänge, "good morning" lief perfekt, die anschliessende Länge "the shark", die ich bis anhin noch nicht am Stück klettern konnte, wurde zur Nervenprobe. Im 3ten Versuch konnte ich die Länge schlussendlich punkten. Als ich eine gute Stunde später den Ausstiegshenkel an der Nasenspitze in den Händen hielt und die Beine bambeln lies, war ich überglücklich. Auf der Sonnenterasse angekommen, schien uns die Sonne mit ihrer angenehmen Wärme ins Gesicht und ich konnte es kaum fassen. Mein grösstes Kletterprojekt ging in Erfüllung und die Alpen haben ein neues Testpiec "Piz dal Nas, 500m 8b" die zur Zeit klettertechnisch schwerste Nordwandtour in den Schweizer Alpen.
Besten Dank an Matthias König, Daniel Schulze, Thomas Scheuner, Thomas König, Dominik Seiz und Pascal Siegrist für die Motivation und die tolle Zeit hoch oben in der Wand.
pic by Klaus Kranenbitter

........Spät am Abend kam eine Klaltfront und die Wand war bald tief eingeschneit.

First ascent! Der Küchenmeister







Der Küchenmeister folgt im rechten Wandtteil einem markanten Pfeiler hoch bis unter den kleinen Gipfel. Die Tour ist fast immer trocken. Sie bietet sich als gute Alternative an, falls die Touren im zentralen Wandteil nass sind.
Die Tour wartet immer wieder mit schönen Kletterpassagen auf.
Dazwischen ist der Fels aber auch brüchig. Speziell an dieser Tour ist die Steilheit, die langen Seillängen sowie die schönen Löcherpartien und die Kohleeinschlüsse. Viel Spass!
Abstieg: Abseilen
Topo

21-22 August Die Zeit rennt davon

Der verflixte August.
Das Wetter ist schlecht, es schneit bis auf 2000 m.ü.m runter. Die Wand ist nass, ich werde definitiv langsam nervös. Ob das noch was wird dieses Jahr? Endlich es ist für 4Tage stabiles Hochdruckwetter vorausgesagt. Eigentlich reicht ein Schönwettertag aus, um die Wand abzutrocknen. Da hoffe ich sehr auf gute Bedingungen. Zusammen mit Matthias König bereiten wir uns auf zwei Tage Nordwand vor. Als wir dann am Samstag oben an der Wand ankommen, ist sie zwar schon ziemlich trocken, das Schmelzwasser lässt die Wand jedoch deutlich langsamer als angenommen abtrocknen. So sind wieder einmal die ersten Seillängen des grossen Nordwand Projekts nass. Wir zögern, vielleicht könnte es schon aufgehen, zwischen den nassen Streifen zu klettern. Angesichts der ansprochsvollen Absicherung ist uns das Risiko zu hoch und hoffen, dass die Wand bis zum nächsten Tag abtrocknet. Als Alternative entscheiden wir uns, eine vor 3 Jahren angefangene Tour zu punkten. Am Mittag steigen wir in das alte Projekt ein. Zum Glück haben wir die Bohrmaschine dabei, denn bei dem ersten Versuch habe ich mit den Bohrhaken gespart. Es kommen einige Haken dazu, eine Seillänge bohren wir zudem um. Sie führt jetzt durch soliden, löchrigen Fels. Nach dem Bohren punkte ich jeweils die einzelnen Längen. Entstanden ist der Küchenmeister, 6 sl, 7b.
Am nächsten Tag ist die Wand dann tatsächlich trocken und ich kann den ersten richtigen Versuch im grossen Projekt starten. Wir kommen bis zur Länge the shark. Dann ist senza potenza! Immerhin kann ich mir nochmals alle Züge der Schlüssellängen angucken.
Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen!