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Montag, 7. September 2020

10 Jahre Piz dal Nas

Die Zeit vergeht im Flug, einige haben schon an der Nase gekitzelt. Eine zweite Begehung hat die Piz dal Nas jedoch trotzdem noch nicht erfahren. Die Erstbegehung an diesem furchtbar schönen Tag Ende August 2010 ist und bleibt einer meiner grossen Erlebnisse in der Wand.

Piz dal Nas




Imposante Perspektive, aufgenommen am ersten Tag während dem Einrichten



Dienstag, 14. September 2010

26 August der perfekte Tag, Die Erstbegehung von Piz la nas

Sonnig, 30° im Flachland und dazu eine leichte Bise, das waren die Wettervorhersagen für den 26. August. Das dies der letzte Sommertag in diesem Jahr war, ahnte ich.
Zusammen mit Martin Jaggi stieg ich um neun Uhr in die perfekt trockene Wand ein. Schon auf den ersten Metern hatte ich dieses unbeschreibliche Gefühl der Leichtigkeit. Wir überschlugen die einfachen Längen, die Schüssellängen kletterte ich alle im Vorstieg. Nach gut zwei Stunden erreichten wir das Biwak. Die erste Schlüssellänge, "good morning" lief perfekt, die anschliessende Länge "the shark", die ich bis anhin noch nicht am Stück klettern konnte, wurde zur Nervenprobe. Im 3ten Versuch konnte ich die Länge schlussendlich punkten. Als ich eine gute Stunde später den Ausstiegshenkel an der Nasenspitze in den Händen hielt und die Beine bambeln lies, war ich überglücklich. Auf der Sonnenterasse angekommen, schien uns die Sonne mit ihrer angenehmen Wärme ins Gesicht und ich konnte es kaum fassen. Mein grösstes Kletterprojekt ging in Erfüllung und die Alpen haben ein neues Testpiec "Piz dal Nas, 500m 8b" die zur Zeit klettertechnisch schwerste Nordwandtour in den Schweizer Alpen.
Besten Dank an Matthias König, Daniel Schulze, Thomas Scheuner, Thomas König, Dominik Seiz und Pascal Siegrist für die Motivation und die tolle Zeit hoch oben in der Wand.
pic by Klaus Kranenbitter

........Spät am Abend kam eine Klaltfront und die Wand war bald tief eingeschneit.

Samstag, 24. Juli 2010

36°C und es wird noch heisser

Titlis, Juli 2010
So heiss war es zumindest in Zürich während der letzten paar Wochen. Während diesem tropischen Wetter belagerten wir einige Tage die Nordwand. Es wurde Ausgebouldert, Geputzt, Umgebohrt (es gab ein zwei Bohrhaken mehr;-) Gehängt,... und vergeblich auf die kühle Brise gewartet!
Trotzdem konnte am 10. Juli Matthias T die Schlüsselseillänge die direkt vom Biwak aus startet in aller früh punkten. Wir benannten diese vier**** Seillänge good morning, 8b+. Sie hat Charakter. Nach einigen kräftigen Einstiegszüge folgt die erste Boulderstelle, die zu einer guten Rastposition führt. Nachdem folgt ein 10m Runout über ein Dach sowie mehreren Löchern in die Schlüsselstelle der Länge. Spätestens dann sollte man definitiv wach sein.
Nach dieser Seillänge folgt eine weitere geniale Länge, the shark. Diese Länge (ca. 8ab) ist sehr Boulderlastig und wartet noch auf den Durchstieg. Anschliessend folgt die Länge der Aussenseiter (ca 7bc) und zum Abschluss die Nase welche nochmals mit der Schwierigkeit von ca. (8ab) alles fordert.

Mittwoch, 2. September 2009

Die Nase





31. Aug / 1-SEP-2009
Nachdem Matthias König von seinem Rocklandaufenthalt in Südafrika zurückgekommen war und das gute Wetter mitgebracht hatte, machten wir uns sofort auf um die angefangene Route auf die Nase fertig einzurichten. Es ist eine luftige Angelegenheit hoch in der Nordwand. Matthias König vermisste die Nähe des Crashpad und war sichtlich erleichtert, als wir nach einem grossen Effort am 1. Sep. auf die Nase ausstiegen:-). Die Tour ist nun fertig eingerichtet und wartet auf die erste freie Begehung. Wir hoffen auf einen schönen Herbst, so dass wir endlich ohne Bohrmaschine in der Wand herumturnen können.




Freitag, 3. Juli 2009

Nase in Sicht









Engelberg, 27+28 Juni

M + M lassen nicht locker. Nachdem wir dieses Jahr im durchschnitt nur lächerliche 2 Bolts pro Tag setzen konnten, wollten wir dieses mal mehr.
Um es vorweg zu nehmen: Das Kunststück ist gelungen, wir schafften trotz anhaltender Schwierigkeit 6Bolts an einem Tag. Fast können wir den Nasenspitz kitzeln.
Die Kletterei bis jetzt: nicht schlecht.

Der emotionalen Aufstieg:
Nebelschwanden umhüllen uns. Das Licht scheint diffus durch den Nebel und lässt den Stein kalt und matt erscheinen. Matthias König steigt als erster die Fixseile hoch und verschwindet bald im grenzenlosen grau des Nebels. Ich bleibe unten und warte auf das Schleppseil das MKönig herunterlässt. Mit diesem ziehen wir unser Gepäck in das Biwack hoch. Es fängt an zu nieseln. Nach einer endlosen halben Stunde höre ich ein metallisches klimpern in meiner nähe, das muss der am Schleppseil befestigte Jumar sein. Nur knapp erkenne ich die Siluette vom Seil, es ist 10m zuweit rechts an einem Absatz hängen geblieben. Ich schreie mir fast die Lunge aus dem Hals naaaaach liiiiiiiiiiinks Liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinks zurück kommt nicht viel mehr als ein Raunen aus einem kaputten Amplifier. Der direkte Kontakt mit MKönig der 130m über mir im Biwack ist, ist somit nicht möglich. Dank dem Handy kann ich doch noch Kontakt zu ihm aufnemen und das Schleppseil zu mir lotsen. Behutsam zieht er, während ich am Fixseil aufsteige das Gepäck in die Höhe. Plötzlich wird es Hell, der Nebel verzieht sich und ein Lichtstrahl durchdringt die Wolken. Wir werden wie aus dem Nebel gespült und hängen da im nirgendwo, inmitten der Wand. Es scheint die Welt bleibe für einen Moment stehen. Alles rund um uns erläuchtet in satten Farben.

Montag, 22. Juni 2009

Das Biwak


13. bis 15. Juni, Titlisnordwandbiwak, Matthias T, Matthias K und Thomas Scheuner
3 Tage, 1000m über dem Talboden, Fernsicht, Morgenstimmung, Sonnenuntergang, action im supersteilem Fels, die perfekte Linie, einen 4Bolt Krimi, Gewitter, Biwakbau, Noudelsuppekochen und Kaffee trinken, plaudern lachen und chrampfen, abschalten, weit weg vom Alltag.
Die Wand lockt mit ihren Reizen, wir gehen den weg weiter, noch 3 Seillängen durch unberührten Fels bis auf die Nase haben wir noch vor uns.

Donnerstag, 11. Juni 2009




Yes, es geht weiter am Titlis.
Es steht uns ein sonniges Wochenende bevor.
Nach dem wir bei unserer ersten Aktion das Portalegde in der Wand installiert und eine flauschige Nacht in luftiger Höhe verbracht hatten, freuen wir uns schon jetzt auf den Sonnenuntergang in der Wand.
Hoffentlich schaffen wir mehr als die 15m, welche wir letztes Mal dem Überhang abringen konnten.