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Samstag, 24. Juli 2010

Erste Wiederholungen von Piccolo Spada

Währenddem wir im Biwak auf die kühle Brise warteten konnten wir be
obachten wie sich die ersten Seilschaften an der Piccolo Spada versuchten:-).
Einige Impressionen könnt ihr euch hier angucken:
Die erste Wiederholung (on-sight!) verbuchte Reto Ruhstaller ende September 2009. Gratuliere*







36°C und es wird noch heisser

Titlis, Juli 2010
So heiss war es zumindest in Zürich während der letzten paar Wochen. Während diesem tropischen Wetter belagerten wir einige Tage die Nordwand. Es wurde Ausgebouldert, Geputzt, Umgebohrt (es gab ein zwei Bohrhaken mehr;-) Gehängt,... und vergeblich auf die kühle Brise gewartet!
Trotzdem konnte am 10. Juli Matthias T die Schlüsselseillänge die direkt vom Biwak aus startet in aller früh punkten. Wir benannten diese vier**** Seillänge good morning, 8b+. Sie hat Charakter. Nach einigen kräftigen Einstiegszüge folgt die erste Boulderstelle, die zu einer guten Rastposition führt. Nachdem folgt ein 10m Runout über ein Dach sowie mehreren Löchern in die Schlüsselstelle der Länge. Spätestens dann sollte man definitiv wach sein.
Nach dieser Seillänge folgt eine weitere geniale Länge, the shark. Diese Länge (ca. 8ab) ist sehr Boulderlastig und wartet noch auf den Durchstieg. Anschliessend folgt die Länge der Aussenseiter (ca 7bc) und zum Abschluss die Nase welche nochmals mit der Schwierigkeit von ca. (8ab) alles fordert.

Sonntag, 20. Juni 2010

Winterzeit




Es brennt und juckt unter den Fingern, wir können fast nicht mehr warten bis wir in unsere Route einsteigen können. Die Blicke wandern immer wieder sehnsüchtig nach oben in die Wand.
Diesen Winter war die Titlisnordwand lange tief verschneit. Bis vor zwei Woche war an einen einstieg in die Route nicht zu denken. Und jetzt schneit es schon wieder auf 1500müm.! Wo bleibt der Sommer?


Während die Titlisnordwand Winterpause hatte sind wir an den unterschiedlichsten Felsen quer durch Europa geklettert. Angefangen mit einer fünfwöchigen Kletterreise durch Frankreich und Spanien. Weiter versüssten Kurztrips nach Claret, Seynes, Bouldergrotte Amden, Gallerie, Türkei, Krontal, Bauch, Lungern, Frankenjura, Minimum das Kletterleben....

Die Touren hätten nicht verschiedenartiger sein können. Angefangen mit Rissklettern im Medji, der Erstbegehung von Putain le systeme (8c, Bauch) zum 60m langen Traumsinter Tom et je ris im Verdon, den ausdauernden onsights in Spanien, dem kurzen knackigen Höhlenboulder Cavernicole (8a) in Amden, den skurrilen Eisfällen im Brunnitahl, der Begehung vom kleingriffigen extremklassiker Lit Marveille (8c Matthias König), der spektakulären Traumtour Ali Baba (8sl. 8a+ 1Tages Rotpunktbegehung steht noch aus) in Aiglun sowie abgerundet von den hübschen Erstbegehungen am Bauch und in Lungern waren wir mehr als beschäftigt.

Aber jetzt reicht's, genug mit plausch;-) Titlis wir kommen.

Samstag, 12. September 2009

News aus dem Rätikon *Matthias Trottmann punktet Silbergeier*



Mit der R.p. Begehung der legendären Mehrseillängentour, Silbergeier (6.Sl.: 8b, 7c+,8a+,7a+,8b/b+,7c+) im Rätikon am 10. Sep. 2009 ging ein Klettertraum von Matthias Trottmann in Erfüllung.
Der Weg zur Begehung war alles andere als einfach. Nachdem Matthias letztes Jahr nach der Schlüsselstelle in der letzten Länge (7c+) äusserst knapp vor dem Durchstieg scheiterte, hatte er ein Riesenglück, als er 4 Tage später beim Abstieg aus der Titlis Nordwand verunfallte und sich dabei nur ein Knöchell am Fuss gebrochen hatte. Die Saison 2008 war somit vorzeitig zu Ende und der Silbergeier blieb ein (Alp)-Traum. 2009 startete er mitten im Sommer einen erneuten Versuch. Noch dreimal musste Matthias die Schotterpiste bis auf das Grüscher Älpli fahren. Beim vierten Mal war der Grip perfekt und die Temperaturen angenehmen. In der letzten Länge wurde es auch dieses Mal wieder knapp. Wie schon zuvor bei er Begehung von Nicolas Favresse ergoss sich gerade nach den letzten schwierigen Zügen ein Platzregen über die Wand. Matthias behielt die Nerven und stieg im einfachen Gelände problemlos über die nassen Platten zum Ausstieg der Route. Ein Traum wurde wahr!
Besten Dank an Beat Kammerlander für das Einrichten der Tour sowie an alle, die mit in die Route gekommen sind.

Mittwoch, 2. September 2009

Die Nase





31. Aug / 1-SEP-2009
Nachdem Matthias König von seinem Rocklandaufenthalt in Südafrika zurückgekommen war und das gute Wetter mitgebracht hatte, machten wir uns sofort auf um die angefangene Route auf die Nase fertig einzurichten. Es ist eine luftige Angelegenheit hoch in der Nordwand. Matthias König vermisste die Nähe des Crashpad und war sichtlich erleichtert, als wir nach einem grossen Effort am 1. Sep. auf die Nase ausstiegen:-). Die Tour ist nun fertig eingerichtet und wartet auf die erste freie Begehung. Wir hoffen auf einen schönen Herbst, so dass wir endlich ohne Bohrmaschine in der Wand herumturnen können.




Montag, 10. August 2009

Das TOPO von Piccola Spada :-)




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Hier die Infos zur Tour Piccola Spada:

Zustieg: Von der Talstation der Fürenalpbahn Richtung Klettergarten Schlängge. Daran vorbei, dann links in den Wald dem Wanderweg zur Hohfadalp folgend. Davon zuerst etwas links, dann gerade hoch bis Ende Schafweid. Dann weiter den Steinmännchen folgend bis zum Biwak auf einer Grasfläche. Leicht links über zwei Bächlein zum Einstieg, zum Schluss meist über ein Schneefeld. (Es kann auch über das Band wie zu Land ohne Herren eingequert werden. Damit überspringt man die ersten zwei Seillängen.)
Material: 2x 50m Seile besser 2x60m, Friends 0,5 – 3, Keile 1-4, Sanduhrschlingen
Abseilen: Vorsicht, lange Seillängen. In der 6. Länge zuerst abseilen, dann stark nach links queren.
1. Team RP am 26. Juli 09 durch Matthias Trottmann und Thomas Scheuner
Die Route wurde von den Erstbegehern in drei Tagen von unten eingerichtet. Wo immer möglich wurde mit Friends, Keilen und Sanduhren gesichert. Der Fels ist grösstenteils von guter bis sehr guter Qualität. Einmalig ist die Mischung aus Chickenheads, grossen Löchern, zerfressenem Kalk, den typischen incut Leisten, der Verschneidung und dem mächtigen Kamin. Diese Variation und die oft sehr langen Seillängen sorgen für eine ausgeglichene Müdigkeit am Gipfel.

Samstag, 8. August 2009

Piccolo Spada / 11 Sl. 7a+



26. Juli 2009

Matthias Trottmann und Thomas Scheuner sitzen nach 420m Kletterei durch den super Titlisnordwandkalk als Erstbegeher auf dem obersten Punkt des Pfeiler, der das Ende der Tour ist und geniessen den Moment.
Die Tour ist nun komplett eingerichtet und wartet auf die ersten Wiederhohler.
Viel Spass an allen die sich in die Nordwand wagen.

Ein Detaillierteres TOPO folgt.