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Samstag, 12. September 2009

News aus dem Rätikon *Matthias Trottmann punktet Silbergeier*



Mit der R.p. Begehung der legendären Mehrseillängentour, Silbergeier (6.Sl.: 8b, 7c+,8a+,7a+,8b/b+,7c+) im Rätikon am 10. Sep. 2009 ging ein Klettertraum von Matthias Trottmann in Erfüllung.
Der Weg zur Begehung war alles andere als einfach. Nachdem Matthias letztes Jahr nach der Schlüsselstelle in der letzten Länge (7c+) äusserst knapp vor dem Durchstieg scheiterte, hatte er ein Riesenglück, als er 4 Tage später beim Abstieg aus der Titlis Nordwand verunfallte und sich dabei nur ein Knöchell am Fuss gebrochen hatte. Die Saison 2008 war somit vorzeitig zu Ende und der Silbergeier blieb ein (Alp)-Traum. 2009 startete er mitten im Sommer einen erneuten Versuch. Noch dreimal musste Matthias die Schotterpiste bis auf das Grüscher Älpli fahren. Beim vierten Mal war der Grip perfekt und die Temperaturen angenehmen. In der letzten Länge wurde es auch dieses Mal wieder knapp. Wie schon zuvor bei er Begehung von Nicolas Favresse ergoss sich gerade nach den letzten schwierigen Zügen ein Platzregen über die Wand. Matthias behielt die Nerven und stieg im einfachen Gelände problemlos über die nassen Platten zum Ausstieg der Route. Ein Traum wurde wahr!
Besten Dank an Beat Kammerlander für das Einrichten der Tour sowie an alle, die mit in die Route gekommen sind.

Mittwoch, 2. September 2009

Die Nase





31. Aug / 1-SEP-2009
Nachdem Matthias König von seinem Rocklandaufenthalt in Südafrika zurückgekommen war und das gute Wetter mitgebracht hatte, machten wir uns sofort auf um die angefangene Route auf die Nase fertig einzurichten. Es ist eine luftige Angelegenheit hoch in der Nordwand. Matthias König vermisste die Nähe des Crashpad und war sichtlich erleichtert, als wir nach einem grossen Effort am 1. Sep. auf die Nase ausstiegen:-). Die Tour ist nun fertig eingerichtet und wartet auf die erste freie Begehung. Wir hoffen auf einen schönen Herbst, so dass wir endlich ohne Bohrmaschine in der Wand herumturnen können.




Montag, 10. August 2009

Das TOPO von Piccola Spada :-)




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Hier die Infos zur Tour Piccola Spada:

Zustieg: Von der Talstation der Fürenalpbahn Richtung Klettergarten Schlängge. Daran vorbei, dann links in den Wald dem Wanderweg zur Hohfadalp folgend. Davon zuerst etwas links, dann gerade hoch bis Ende Schafweid. Dann weiter den Steinmännchen folgend bis zum Biwak auf einer Grasfläche. Leicht links über zwei Bächlein zum Einstieg, zum Schluss meist über ein Schneefeld. (Es kann auch über das Band wie zu Land ohne Herren eingequert werden. Damit überspringt man die ersten zwei Seillängen.)
Material: 2x 50m Seile besser 2x60m, Friends 0,5 – 3, Keile 1-4, Sanduhrschlingen
Abseilen: Vorsicht, lange Seillängen. In der 6. Länge zuerst abseilen, dann stark nach links queren.
1. Team RP am 26. Juli 09 durch Matthias Trottmann und Thomas Scheuner
Die Route wurde von den Erstbegehern in drei Tagen von unten eingerichtet. Wo immer möglich wurde mit Friends, Keilen und Sanduhren gesichert. Der Fels ist grösstenteils von guter bis sehr guter Qualität. Einmalig ist die Mischung aus Chickenheads, grossen Löchern, zerfressenem Kalk, den typischen incut Leisten, der Verschneidung und dem mächtigen Kamin. Diese Variation und die oft sehr langen Seillängen sorgen für eine ausgeglichene Müdigkeit am Gipfel.

Samstag, 8. August 2009

Piccolo Spada / 11 Sl. 7a+



26. Juli 2009

Matthias Trottmann und Thomas Scheuner sitzen nach 420m Kletterei durch den super Titlisnordwandkalk als Erstbegeher auf dem obersten Punkt des Pfeiler, der das Ende der Tour ist und geniessen den Moment.
Die Tour ist nun komplett eingerichtet und wartet auf die ersten Wiederhohler.
Viel Spass an allen die sich in die Nordwand wagen.

Ein Detaillierteres TOPO folgt.


Samstag, 18. Juli 2009

Der Gipfel





16. Juli Thomas + Matthias




-Morgen um 7Uhr abfahrt in Zürich.
-Abends um 22Uhr auf dem Gipfel:-)
-Nach einer fast schon romantischen Abseilfahrt sind wir um 1Uhr in der Früh mit einem riesen Hunger retour im Biwak. Das die Sphagettis verkochen ist Nebensache, wir sind im Glück, denn es ist vollbracht, die 11Sl lange abwechslungsreiche Tour ist fertig eingerichtet.
*Wir träumen schon von der Erstbegehung*

Freitag, 10. Juli 2009

4 Seillängen durch unberührten Fels

Nachdem Matthi und ich schon vor zwei Wochen mit der ersten Seillänge am kleinen Schwert begonnen hatten, trieben wir gestern weitere 4 Seillängen hoch. Wir sind jetzt in der mitte der Wand in einer kleinen Nische angekommen. Der nächste Abschnitt sieht steil und griffig aus.

Freitag, 3. Juli 2009

Nase in Sicht









Engelberg, 27+28 Juni

M + M lassen nicht locker. Nachdem wir dieses Jahr im durchschnitt nur lächerliche 2 Bolts pro Tag setzen konnten, wollten wir dieses mal mehr.
Um es vorweg zu nehmen: Das Kunststück ist gelungen, wir schafften trotz anhaltender Schwierigkeit 6Bolts an einem Tag. Fast können wir den Nasenspitz kitzeln.
Die Kletterei bis jetzt: nicht schlecht.

Der emotionalen Aufstieg:
Nebelschwanden umhüllen uns. Das Licht scheint diffus durch den Nebel und lässt den Stein kalt und matt erscheinen. Matthias König steigt als erster die Fixseile hoch und verschwindet bald im grenzenlosen grau des Nebels. Ich bleibe unten und warte auf das Schleppseil das MKönig herunterlässt. Mit diesem ziehen wir unser Gepäck in das Biwack hoch. Es fängt an zu nieseln. Nach einer endlosen halben Stunde höre ich ein metallisches klimpern in meiner nähe, das muss der am Schleppseil befestigte Jumar sein. Nur knapp erkenne ich die Siluette vom Seil, es ist 10m zuweit rechts an einem Absatz hängen geblieben. Ich schreie mir fast die Lunge aus dem Hals naaaaach liiiiiiiiiiinks Liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinks zurück kommt nicht viel mehr als ein Raunen aus einem kaputten Amplifier. Der direkte Kontakt mit MKönig der 130m über mir im Biwack ist, ist somit nicht möglich. Dank dem Handy kann ich doch noch Kontakt zu ihm aufnemen und das Schleppseil zu mir lotsen. Behutsam zieht er, während ich am Fixseil aufsteige das Gepäck in die Höhe. Plötzlich wird es Hell, der Nebel verzieht sich und ein Lichtstrahl durchdringt die Wolken. Wir werden wie aus dem Nebel gespült und hängen da im nirgendwo, inmitten der Wand. Es scheint die Welt bleibe für einen Moment stehen. Alles rund um uns erläuchtet in satten Farben.