Diesen Sommer sind Nordwände das beste für Kletteraktivitäten. Unsere
Wahl viel auf den Hoch Fulen im Ürnerland. Die Wand ist mir das erste
mal ins Auge gestochen als ich an der Burg klettern war. Sie liegt etwas
versteckt, sanft eingebettet in eine wunderbare Alplandschaft.
Die Haldi-
Bahn ist zurzeit ausser Betrieb, darum starteten wir mit dem Bike direkt in Schattdorf und strampelten uns die Beine sauer.
Nach 1200Höhenmeter der erste Boxenstop auf der
Alpwirtschaft-Stafel.
Abgesehen von den letzten Metern ist alles mit dem Bike fahrbar. Dies
verkürzt den Zustieg und Abstieg markant. Die letzten Höhenmeter zum
Wandfuss sind anschliessend noch 30min.
Die Route selbst
folgt im ersten Teil welcher auf einen kleinen Turm führt dem besten
Fels. Wobei uns die erste sowie die steile 4.Sl am besten gefallen hat.
Der Wechsel vom Turm in die Hauptwand ist etwas tricky. Anschliessend
folgt eine fantastische grosszügige Seillänge welche einer horizontalen
Lochreihe nach re quert und anschliessend über zwei knackige Stellen in
bestem Fels zum Stand führt. Diese Länge war so pumpig und scharf dass
mein Seilpartner nicht mehr weiter kann. Seine Hände sind komplett abgeraspelt
und zerschunden. Wir müssen aufgeben. Ich mache zum Abschluss noch die
Sl.6 welches eine 4Sterne Länge ist, steil und griffig.
Achtung: in der
Sl. 7 fehlt beim zweiten Bolt eine Lasche. Potentielle Wiederholer
nehmen am besten einen Engländer mit und versetzen das Plättchen
welches am Stand zu viel ist nach oben.
Fazit der Tour: Sehr lohnenswert. Hermi muss mehr Tränieren und bei mir ist ab jetzt ein Engländer mit dabei im Klettergepäck.
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Hoch Fulen N-Wand Via Annika folgt der rechten Kante |
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Matthias und Hermi happy kurz vor dem Einstieg |
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Turm mit Stand der Sl. 5 |
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Matthias am ende des Quergangs Sl. 6 |
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Eindrückliche Wasserstreifen |
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Ausblick auf die Burg vom Alpenbeilizli Stafel |